Die Pflegekräfte in der Rehabilitation setzen in ihrer Arbeit theoretisches und praktisches Wissen um und geben der Pflege dadurch „therapeutischen Wert“.
Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen benötigen in der Phase der Frührehabilitation oftmals noch intensive Überwachung und Pflege, während im Bereich der weiterführenden Rehabilitation das Wiedererlernen von Aktivitäten des täglichen Lebens im Vordergrund steht.
Die Pflegeplanung wird mit den Rehabilitationsmaßnahmen abgestimmt. Je nach Stand des Rehabilitationsprozesses werden Pflegestufen definiert. Die Pflegestufen "unselbstständig", "mit Hilfe" oder "bei Verwendung von Hilfsmitteln selbstständig" und "selbstständig" finden sich in der Pflegeplanung wieder. Beobachtungen und Ergebnisse aus der Pflege geben die Pflegekräfte den Ärzten und dem Therapeutenteam täglich in kurzen Teambesprechungen und zweimal in der Woche in der ärztlichen Visite weiter.
Das Pflegesystem ist die Bezugspflege, die ein professionelles Pflegeverständnis voraussetzt. Die Bezugspflegekräfte haben ein fundiertes Fachwissen und praktische Fähigkeiten in der Anwendung des Bobath-Konzepts, der Kinästhetik und der Basalen Stimulation.
Die Ziele dieser Konzepte ergeben sich aus den zentralen Problemen von Patienten mit Schädigungen des ZNS: die teilweise oder vollständige Lähmung (Parese bzw. Plegie) eines Körperabschnittes, die damit verbundenen Bewegungsstörungen, die unkontrollierte Muskelspannungsveränderung (Spastik, schlaffe Lähmung), die Störungen beim Kauen und Schlucken.
Eine Besonderheit unseres Reha-Zentrum ist die Einbindung und die Möglichkeit zur Mitaufnahme von Begleitpersonen, das so genannte "Rooming in". Dabei haben die Angehörigen die Möglichkeit, einen gemeinsamen Umgang mit der Behinderung zu erlernen und sich unter der Anleitung von Therapeuten und Pflegekräften in die Versorgung und Pflege einarbeiten zu lassen.