In der Logopädie behandeln wir Personen mit neurologischen Reiz- und Ausfallerscheinungen sowie mit tumorbedingten Veränderungen der peripheren Sprechorgane. Dazu gehören vor allem Schlaganfallpatienten, aber auch Patienten mit Morbus Parkinson, Multipler Sklerose, nach Tumoroperationen und Bestrahlungen im Kopf- und Halsbereich, nach neurochirurgischen Eingriffen sowie mit anderen Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und des peripheren Nervensystems.
Behandelt werden folgende Störungsbilder:
- Aphasien (Sprachstörungen)
- Dysarthrophonien (Sprechstörungen)
- Sprechapraxien (Störung der sprechmotorischen Programmierung)
- Dysphonien (Stimmstörungen)
- orofaziale Dysfunktionen (Lähmungen und Bewegungsstörungen im Gesichts- und Mundbereich)
- Dysphagien (Schluckstörungen)
Nach einer individuellen Diagnostik mit standardisierten Test- und Screeningverfahren werden Ziele und Inhalte der Therapie festgelegt. Vorrangiges Ziel ist es, die gestörten Funktionen wiederherzustellen. Ist dies nicht möglich, wird zumindest eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit angestrebt.
Die Behandlung erfolgt überwiegend als Einzeltherapie, ergänzt durch verschiedene Gruppentherapieangebote. Je nach Syndrom und Schweregrad kann die Behandlung von Aphasien zusätzlich in verschiedenen Kommunikationsgruppen oder im Rahmen einer computergestützten Sprachtherapie (NCSys Computertraining) erfolgen. Auch für die Behandlung von Dysarthrophonien, Dysphonien und orofazialen Dysfunktionen werden Übungsgruppen angeboten. Bei entsprechender Indikation können Dysarthrophonien, Fazialisparesen, neurogene Stimmstörungen auch mittels Elektrostimulation behandelt werden.
Neben der Arbeit mit den Betroffenen kümmert sich die Logopädie auch um die Angehörigenberatung sowie gegebenenfalls um die Vermittlung von Behandlungen nach dem stationären Aufenthalt.